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Aktuelle Meldungen zum demografischen Wandel

31.01.2017: Projekt »Smart Integration« gestartet

Das Sächsische Staatsministerium des Innern (SMI) und das Marschallamt der Woiwodschaft Niederschlesien setzen ihre erfolgreiche Zusammenarbeit auf dem Gebiet Raumplanung und Regionalentwicklung auch im Rahmen des Kooperationsprogramms INTERREG Polen – Sachsen 2014 - 2020 fort. Ein wichtiges Thema im Projekt sind die demografischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen im Grenzraum. Angesichts der zu erwartenden demografischen Herausforderungen werden in einem Arbeitspaket mehrere grenzüberschreitende Experten-Workshops durchgeführt und Expertisen zur Übertragbarkeit bewährter Ansätze angefertigt. Das Fördergebiet beiderseits der Grenze ist von negativen demografischen Entwicklungen, insbesondere der Abwanderung junger Menschen und Überalterung, besonders betroffen. Das SMI ist Lead-Partner des auf drei Jahre angelegten Projekts.

16.01.2017: Zweiter Aufruf »Vitale Dorfkerne und Ortszentren im ländlichen Raum«

Mit dem zweiten Aufruf »Vitale Dorfkerne und Ortszentren im ländlichen Raum« fördert das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft Projekte zur Innenentwicklung und barrierefreien Gestaltung von Gemeinden im ländlichen Raum des Freistaates Sachsen. Das betrifft zentrale öffentliche Einrichtungen in bestehenden Gebäuden, zentrale Freiflächen und Plätze sowie den Rückbau von Gebäuden im Ortskern. Durch die Aufwertung der Ortskerne in Orten bis 5 000 Einwohnern mit Konzentration auf Bestandsbauten ist das Förderangebot ein Beitrag zum demografiegerechten Dorfumbau. Mit der Initiative können zum Beispiel multifunktionale Versorgungseinrichtungen unterstützt werden, die im Hinblick auf die Bevölkerungsentwicklung flexibel ausgerichtet sind. Durch die Stärkung der Ortskerne werden der Flächenverbrauch eingedämmt und die vorhandene Infrastruktur besser ausgelastet. Im Jahr 2017 stehen Fördermittel in Höhe von 10 Millionen Euro für die Bewilligung von Vorhaben zur Verfügung. Die Zuwendung beträgt mindestens 75 000 Euro. Der Fördersatz beträgt unter Beachtung der Beihilfevorschriften bis zu 75 Prozent. Gemeinden in LEADER-Gebieten können ab sofort Anträge bei den Bewilligungsbehörden der Landkreise stellen. Das Vorhaben muss im Einklang mit den Zielen der LEADER-Entwicklungsstrategie des jeweiligen LEADER-Gebietes stehen.

07.12.2016: Sachsen ist Referenzregion der Europäischen Innovationspartnerschaft »Aktives und Gesundes Altern«

Staatsministerin Barbara Klepsch nahm am 7. Dezember 2016 in Brüssel zur Jahreskonferenz der Europäischen Innovationspartnerschaft »Aktives und gesundes Altern« die Auszeichnung des Freistaates Sachsen als Referenzregion (»Reference Site«) entgegen. Als Referenzregion wird Sachsen durch das Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz vertreten. Die Partnerschaft bietet für Sachsen u. a. die Möglichkeit, über die Weiterentwicklung der gesundheitlichen Versorgung von den europäischen Partnern zu lernen.

Die Europäische Innovationspartnerschaft »Aktivität und Gesundheit im Alter« wurde 2011 durch die EU-Kommission ins Leben gerufen. Insbesondere durch innovative Ansätze und digitale Gesundheitsdienste, wie Telemedizin und Assistenzsysteme, soll erreicht werden, dass ältere Menschen länger ein selbstbestimmtes Leben führen können. Konkretes Ziel ist es, die durchschnittliche Zahl der gesunden Lebensjahre der Europäerinnen und Europäer bis zum Jahr 2020 um zwei Jahre zu erhöhen. An der Partnerschaft sind neben der Europäischen Kommission, den EU-Mitgliedstaaten und EU-Regionen, die Industrie, Fachkräfte aus dem Gesundheits- und Pflegebereich sowie Organisationen, die ältere Menschen und Patienten vertreten, beteiligt – derzeit über 2 500 Institutionen.

Innerhalb der Europäischen Innovationspartnerschaft bekommen Regionen oder Einrichtungen den Titel »Reference Site« verliehen, wenn sie besonders gute Beispiele für Maßnahmen für ein aktives und gesundes Altern nachweisen. Dafür wurden 74 Organisationen und ihre Projekte von der EU-Kommission ausgewählt. In seiner Bewerbung hatte das Sozialministerium u. a. auf das Projekt Telehealth Ostsachsen gesetzt.

21.12.2016: Neuer Landesentwicklungsbericht erschienen

Zur Unterrichtung des Sächsischen Landtages ist in jeder Legislaturperiode ein Bericht über den Stand der Landesentwicklung, über die Verwirklichung der Raumordnungspläne und über die wesentlichen räumlichen Entwicklungstendenzen zu erstellen. Dieser gesetzlichen Verpflichtung kommt das Sächsische Staatsministerium des Innern als oberste Raumordnungs- und Landesplanungsbehörde mit dem nun vorgelegten Landesentwicklungsbericht (LEB 2015) nach. Der LEB mit umfangreichen Angaben über Bevölkerung, Raumstruktur und Daseinsvorsorge steht zum Download bereit.

Nov. 2016: Die Hochschule Zittau/Görlitz forscht in einem neuen Institut zu Gesundheit, Altern und Technik (GAT)

»Jeder will alt werden, aber niemand will alt sein.«

Diese gängige Formulierung bringt es auf den Punkt: Die durchschnittliche Lebenserwartung steigt, aber mit dem Altern sind deutliche Veränderungen verbunden. Dabei geht es nicht immer nur negativ um einen Verlust von Beweglichkeit, Aufnahmefähigkeit oder Gesundheit. Positiv werden zum Beispiel ein Gewinn von Erfahrung und Reifung sowie Gelassenheit vermerkt, der nicht nur in Familien, sondern auch gesellschaftlich wohltuend und unterstützend wirkt. Damit Menschen im Alter noch lange ein aktives und selbstbestimmtes Leben ermöglicht wird, kann viel getan werden. So können technische Assistenzsysteme Erreichbarkeit und Sicherheit nicht nur im Notfall gewährleisten, sondern auch weitergehende Hilfen im Haushalt bieten, die Mobilität und Teilhabe am sozialen Leben erhalten.

Die Arbeit des GAT ist wegweisend, nicht nur weil sie alle Betroffenen, also ältere Menschen, ihre Angehörigen und das pflegerisch-medizinische Personal anspricht, sondern auch die Erkenntnisse aus verschiedensten Disziplinen wie Sozial-, Pflege- Wirtschaftswissenschaften, Technik oder Informatik zusammenführt sowie Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft einbezieht.

08.11.2016: Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention seit 1. Januar 2017 in Kraft

Das sächsische Kabinett hat am 8. November 2016 den Aktionsplan zur Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention beschlossen. Die Sächsische Staatsregierung hat unter Federführung des Sozialministeriums einen eigenen Aktionsplan erarbeitet, der das Übereinkommen der Vereinten Nationen vom 13. Dezember 2006 über die Rechte von Menschen mit Behinderungen (UN-Behindertenrechtskonvention/UN-BRK) im Freistaat umsetzt. Ziel der UN-BRK ist es, die Chancengleichheit von Menschen mit Behinderungen zu fördern und ihre Diskriminierung zu unterbinden. Der Aktionsplan der Staatsregierung benennt konkrete Ziele, legt Maßnahmen und den Zeitpunkt der Umsetzung für jedes Ressort fest. Er enthält über 200 Maßnahmen aus allen Politikfeldern. Der Freistaat Sachsen wird beispielsweise verstärkt in die Aus- und Weiterbildung von pädagogischem Personal investieren. Ein Arbeitsmarktprogramm »Wir machen das« zur Förderung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen für Menschen mit Behinderungen wurde bereits aufgelegt. Ebenso wurden 2016 vielfältige Investitionen in die Barrierefreiheit gefördert, etwa in Kunst- und Kultureinrichtungen.

10.08.2016: Gutachten zum Versorgungs- und Arztbedarf in Sachsen bis 2030

Im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz hat das Zentralinstitut für die Kassenärztliche Versorgung in Deutschland (Zi) ein Gutachten zur Entwicklung des Versorgungs- und Arztbedarfs in Sachsen bis zum Jahr 2030 erstellt.

28.04.2016: Mitteldeutscher Demografietag

Am 28. April 2016 fand im Rahmen der Immobilienmesse »Real Estate Mitteldeutschland 2016« im Messehaus der Leipziger Messe ein Mitteldeutscher Demografietag statt. Ausgerichtet wurde die Veranstaltung von der Sächsischen Staatskanzlei zusammen mit den Partnern der Mitteldeutschen Demografieinitiative, dem Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft und dem Ministerium für Landesentwicklung und Verkehr des Landes Sachsen-Anhalt. Auf nachfolgend verlinkter Internetseite können die Vorträge abgerufen werden.

19.04.2016: Neue Bevölkerungsvorausberechnung für Sachsen bis 2030

Am 19. April 2016 hat das Statistische Landesamt seine neue Bevölkerungsvorausberechnung veröffentlicht. Die 6. Regionalisierte Bevölkerungsvorausberechnung (6. RBV) für den Freistaat Sachsen stellt die voraussichtliche Bevölkerungsentwicklung bis 2030 in zwei Varianten dar. Nach den aktuellen Ergebnissen werden der Bevölkerungsrückgang und die damit verbundene Alterung der Bevölkerung weiter anhalten, aber langsamer verlaufen als bisher erwartet.

Am Jahresende 2014 lebten knapp 4,1 Millionen Einwohner in Sachsen. Im Jahr 2030 wird der Freistaat Sachsen voraussichtlich zwischen knapp 3,9 und 4,0 Millionen Einwohner haben. Das bedeutet, 2030 leben voraussichtlich zwischen 58 000 und 204 000 bzw. 1,4 bis 5,0 Prozent weniger Menschen im Freistaat Sachsen. Die Altersgruppen der unter 20-Jährigen und der 65-Jährigen und Älteren wachsen innerhalb des Vorausberechnungszeitraumes. Während es bis 2030 voraussichtlich rund 22 000 bis 66 000 unter 20-Jährige mehr geben wird, wird die Altersgruppe der 65-Jährigen und Älteren um etwa 166 000 bis 176 000 Personen zunehmen. Die Bevölkerung im Erwerbsalter verringert sich bis 2030 voraussichtlich um 300 000 bis 392 000 Personen. Diese unterschiedliche Entwicklung der Altersgruppen führt zu einer weiteren Verschiebung der Anteile der Altersgruppen an der Gesamtbevölkerung. Auf regionaler Ebene setzt sich dieser Trend in differenzierter Weise fort.

Diese und weitere Daten zur 6. RBV sind im Internet unter dem Statistikportal des Freistaates Sachsen zu finden. Darüber hinaus bietet das Statistische Landesamt auf Anfrage Ad-hoc-Auswertungen an (prognose@statistik.sachsen.de). Dazu zählen insbesondere Auswertungen nach nutzerspezifisch definierten Regionen.

30.03.2016: Zehn Millionen Euro für Ortskerne von Gemeinden im ländlichen Raum

Am 30. März 2016 hat Staatsminister Thomas Schmidt das Förderprogramm »Vitale Dorfkerne und Ortszentren im ländlichen Raum« für Gemeinden aus den LEADER-Gebieten gestartet. Mit ihm wird in den kommenden beiden Jahren die Gestaltung attraktiver Ortskerne im ländlichen Raum gefördert. Bis 2017 stehen zehn Millionen Euro für zentrale Freiflächen und Plätze, den Rückbau von Gebäuden in zentralen Lagen mit einer Folgenutzung sowie für zentrale öffentliche Einrichtungen in bestehenden Gebäuden bereit. Die Förderung ergänzt die regionalen LEADER-Entwicklungsstrategien. Die Zuwendung für einzelne Vorhaben beträgt mindestens 15 000 Euro bei einem maximalen Fördersatz von 75 Prozent. Die Kommunen, deren Wunsch ein Förderprogramm speziell für solche Ortszentren war, können somit die Mittel beispielsweise für Gebäude zur medizinischen Versorgung, Bildung und Betreuung, aber auch für Freianlagen verwenden.

05.02.2016: Die Sächsische Staatskanzlei tritt Demografienetzwerk bei

Die Sächsische Staatskanzlei wird für den Freistaat Sachsen Mitglied im »Demographie Netzwerk ddn«. In diesem Netzwerk sind ca. 400 Unternehmen, Verbände und öffentliche Institutionen engagiert. Das Demographie Netzwerk ist ein deutschlandweiter Verein, der sich zum Ziel gesetzt hat, v. a. die Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit älter werdender Beschäftigter zu verbessern. Im Mittelpunkt stehen Themen wie Gesundheit, Arbeitsorganisation, Qualifizierung und Weiterbildung. Das regionale ddn-Netzwerk Sachsen wird von Professor Jürgen Wegge von der Technischen Universität Dresden geleitet.

»Angesichts der großen Herausforderungen unserer Zeit wird es immer wichtiger, Praxis und Expertise in geeigneten Foren zusammenzubringen. Der Freistaat Sachsen wird durch seine langjährige Erfahrung mit Themen der demografischen Entwicklung sicher einen wertvollen Beitrag in dem Netzwerk leisten können.« so Demografieminister und Chef der Staatskanzlei, Dr. Fritz Jaeckel.

27.01.2016: Sächsisches Staatsministerium des Innern fördert Regionalentwicklung

Sachsens Innenministerium hat am 27. Januar 2016 die neue Förderliste für Projekte der Regionalentwicklung im Umfang von ca. 485 000 Euro im Haushaltsjahr 2016 bestätigt. Nach der Förderrichtlinie Regionalentwicklung (FR-Regio) können demnächst u. a. die Aktionsräume »Grüner Ring Leipzig«, »Wurzener Land« und mittelzentraler Städtebund Göltzschtal sowie weitere Projekte der Landkreise Nordsachsen, Mittelsachsen, Leipzig, Bautzen, Vogtlandkreis und Zwickau Finanzspritzen erhalten.

Für die Förderung der Regionalentwicklung stehen im Haushaltsjahr 2016 insgesamt 1,1 Millionen Euro zur Verfügung. Über 600 000 Euro wurden bereits im vergangenen Jahr für mehrjährige Vorhaben zugesagt. Unterstützt werden Maßnahmen, die im Rahmen einer interkommunalen Zusammenarbeit der innovativ gestaltenden Raum- und Regionalentwicklung dienen. Die Regelförderung beträgt 60 Prozent, die maximale Förderhöhe 75 Prozent der förderfähigen Ausgaben. Antragsberechtigt sind Landkreise, Gemeinden und andere Körperschaften des öffentlichen Rechts. Die Antragstellung erfolgt über die regionalen Planungsverbände. Die Bewilligung der vom Innenministerium bestätigten Förderprojekte obliegt der Landesdirektion Sachsen.

03.12.2015: Konstituierung der Fachkräfteallianz Sachsen

Am 3. Dezember 2015 konstituierte sich die Fachkräfteallianz Sachsen in Dresden. Sie engagiert sich für eine Stärkung des Wirtschaftsstandortes Sachsen sowie attraktive Arbeitsbedingungen, um ausreichend qualifizierte Fachkräfte für Sachsen vor dem Hintergrund des demografischen Wandels und der Digitalisierung der Arbeitswelt zu gewinnen und im Freistaat zu halten. Ein zentrales Anliegen ist die weitere Ausgestaltung Sachsens als attraktiven Ort zum Arbeiten, Leben und Lernen. Mitglieder dieser Allianz sind Expertinnen und Experten aus Wirtschaft, ausgewählten Verbänden, den Sprecherkammern der Industrie- und Handelskammern sowie Handwerkskammern, Gewerkschaften, kommunalen Spitzenverbänden sowie der Staatsregierung.

05.11.2015: Fachveranstaltung »Mobilität im ländlichen Raum« in Leipzig

Die Herbert Quandt-Stiftung und die Sächsische Staatskanzlei hatten am 5. November 2015 zu einer gemeinsamen Fachkonferenz unter dem Titel »Mobilität im ländlichen Raum – Innovative Konzepte in Zeiten des demografischen Wandels« eingeladen.

01.07.2015: Startschuss zum Pilotbetrieb des Telemedizin-Projektes »Telehealth Ostsachsen«

Der Einsatz von telemedizinischen Lösungen stellt einen wichtigen Baustein dar, um eine hochwertige und schnelle medizinische Gesundheitsversorgung der Bevölkerung zu sichern, was vor allem im ländlichen Raum immer wichtiger wird. Eines der größten Telemedizin-Vorhaben Deutschlands ging am 1. Juli 2015 in Dresden offiziell in den Pilotbetrieb: »CCS Telehealth Ostsachsen« ist ein Projekt der Carus Consilium Sachsen GmbH (CCS), einer Tochter des Universitätsklinikums Dresden, und der Telekom-Tochter T-Systems International. Es wurde von der Europäischen Union und dem Freistaat Sachsen mit knapp zehn Millionen Euro unterstützt. Die offene und universell einsetzbare IT-Plattform vernetzt künftig Kliniken, Ärzte und Patienten zu Hause. Nach zweijähriger Aufbauarbeit beginnt nun der Pilotbetrieb erster Beispielanwendungen, wie etwa die häusliche Betreuung von Herzinsuffizienz-Patienten und die ambulante Schlaganfall-Nachsorge.

23.04.2015: Demografietag »Immobilien und Regionalentwicklung« im Rahmen der Immobilienmesse »Real Estate Mitteldeutschland«

Veränderungen in der Altersstruktur, Bevölkerungsrückgang in vor allem ländlichen Regionen, aber auch Bevölkerungszunahme in großstädtischen Zentren spiegeln den demografischen Wandel in Sachsen wider. Dies wirkt sich auf die durchschnittliche Haushaltsgröße, die Anzahl der Haushalte und damit auf das Angebot und die Nachfrage an Wohnraum und Immobilien aus. Auch wird der zunehmende Anteil Älterer zu einer weiter steigenden Nachfrage nach kleineren, altersgerechten Wohnungen führen.

Perspektiven, Lösungsansätze und Erfahrungen wurden bei einer Fachveranstaltung am 23. April 2015, dem Demografietag »Immobilien und Regionalentwicklung« im Rahmen der Immobilienmesse »Real Estate Mitteldeutschland« in Leipzig, aufgezeigt und diskutiert. Der Fokus der Vorträge lag auf Strategien der Stadtentwicklung im Umgang mit dem demografischen Wandel, Auswirkungen auf die Wertentwicklung von Immobilien und Fördermöglichkeiten. Vertreter aus der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft, aus Kommunen und Verwaltung, Regionalentwicklung und Wissenschaft waren insbesondere angesprochen.

Auf nachfolgend verlinkter Internetseite können die Tagungsmaterialien, die entsprechend dem Programmablauf zusammengestellt wurden, abgerufen werden.

04.12.2014: Freistaat fördert in Reichenbach/O.L Projekt zur Gewinnung und zum Halten von Fachkräften

Die Stadt Reichenbach/O.L. erhält knapp 178.000 EUR Landesmittel für die Einrichtung einer Servicestelle im Rahmen des Projektes »Demografie, Vernetzung und Migration – Chancen und Potenziale eines grenzüberschreitenden Arbeitsmarktes«. Damit soll in der Stadt ein zentraler Willkommenspunkt für Fachkräfte aus dem gesamten Landkreis Görlitz geschaffen werden, der dazu beiträgt, die Abwanderung von Fachkräften zu verhindern und neue zu gewinnen. Das Projekt war bereits im vergangenen Jahr im Rahmen des Wettbewerbes »Impulsregionen – Innovative Wege in der regionalen Daseinsvorsorge« mit dem zweiten Preis ausgezeichnet worden. Neben einem Preisgeld von 7.500 EUR erhielt Reichenbach/O.L. die Chance auf eine Förderung nach der Richtlinie zur Förderung der Regionalentwicklung (FR-Regio). 

28.11.2014: Freistaat stimmt im Bundesrat erweiterten Elterngeld- und Elternzeitregelungen zu

In der Bundesratssitzung am 28. November 2014 hat Sachsen der Einführung des Elterngeldes Plus zugestimmt. Familienministerin Klepsch begrüßte die Entscheidung: »Damit schaffen wir mehr Wahlfreiheit für Familien. Es gibt Eltern eine weitere Möglichkeit, ihre berufliche und familiäre Situation aufeinander abzustimmen. Die flexibleren Elterngeldregelungen und der Partnerschaftsbonus lassen sich nun ganz individuell gestalten, sie entsprechen damit den Bedürfnissen und unterschiedlichen Lebensentwürfen unserer Familien.« 

13.11.2014: Gestaltung des demografischen Wandels bleibt wichtige Aufgabe

Auch in der neuen Legislaturperiode steht die Gestaltung des demografischen Wandels im Freistaat ganz oben auf der politischen Agenda der Sächsischen Staatsregierung. Das brachte Ministerpräsident Stanislaw Tillich in seiner Regierungserklärung zum Auftakt der 6. Legislaturperiode am 13. November 2014 im Sächsischen Landtag zum Ausdruck:

»Ich bin überzeugt, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben, um Sachsen in eine gute Zukunft zu führen: Mit einer starken, wachsenden Wirtschaft, einem exzellenten Bildungssystem, mit Antworten auf den demografischen Wandel, die Maßstäbe setzen und mit einer einzigartigen Kulturlandschaft, für die die Menschen von überall her zu uns nach Sachsen kommen.«

Sommer 2014: Namensartikel von Innenminister Markus Ulbig zum Thema Demografie

In der Ausgabe Sommer 2014 der Zeitschrift für öffentliches Management PUBLIC GOVERNANCE erschien unter der Rubrik Gastkommentar der Namensartikel »Sachsen – ein Bundesland stellt sich dem demografischen Wandel« von Markus Ulbig, Sächsischer Staatsminister des Innern. 

30.04.2014: Preisträger zum Generationenpreis 2014 gewürdigt

Die Sieger beim Generationenpreis des Freistaates Sachsen 2014 stehen fest: Ministerpräsident Stanislaw Tillich und Sozialministerin Christine Clauß ehrten im Beisein von Jurymitgliedern die Preisträger im Rahmen eines Festaktes am 30. April 2014.
Ausgezeichnet wurden das Zeitzeugenforum Moritzburg »Ohne mich nix los« des Mehrgenerationentreffs buntStift Boxdorf e.V. (erster Preis, dotiert mit 6.000 Euro), das »Gemeinschaftsprojekt Vor-Lesen« des SOS Mütterzentrums Zwickau (zweiter Preis, 4.000 Euro) und das Projekt »Bienenfreundliche Stadt Eberbach-Neugersdorf« des LEBENs(T)RÄUME e.V. (dritter Preis, 2.000 Euro). Drei Anerkennungspreise mit jeweils einem Preisgeld von 1.000 Euro erhielten die Kulturfabrik Hoyerswerda für ihr Projekt »Hoyerswerda – Eine Stadt tanzt«, das »Sozial-integrative Theaterprojekt« des großstadtKINDER e.V. im Theatrium Leipzig-Grünau sowie der »Generationendialog« der Freiwilligenagentur der Bürgerstiftung Dresden – Treffpunkt Hilfsbereitschaft.
Der Generationenpreis des Freistaates Sachsen 2014 ist wie auch schon 2009 auf eine gute Resonanz gestoßen. 171 Bewerber hatten insgesamt 179 Beiträge eingereicht. Die unabhängige, fachübergreifend zusammengesetzte Jury hatte 36 Beiträge für den Preis nominiert und letztendlich sechs Preisträger ausgewählt.