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Regionalforum Erzgebirge

1. Regionalforum Demografie in Burkhardtsdorf

Das erste von insgesamt fünf Regionalforen Demografie im erzgebirgischen Burkhardtsdorf verlief außerordentlich erfolgreich. Der Einladung des Ministerpräsidenten, Prof. Dr. Georg Milbradt, folgten nicht nur Landräte und Bürgermeister der Region, sondern auch mehr als 300 interessierte Bürger.

Georg Milbradt machte den Versammelten Mut, die Veränderungen als Chance zu begreifen. Gerade im Erzgebirge habe man viel Erfahrung damit, Veränderungen erfolgreich zu bewältigen. Die Historie des Erzgebirges sei voll von schwierigen demografischen Situationen. Er erinnerte an den starken Einwohnerzuwachs während des »Großen Bergkgeschreys« und an die dramatischen Einwohnerverluste durch Pest und Krieg im 17. Jahrhundert.

Vor Beginn des Regionalforums besuchte der Ministerpräsident die freiwillige Feuerwehr in Burkhardtsdorf

Vor Beginn des Regionalforums besuchte der Ministerpräsident die freiwillige Feuerwehr in Burkhardtsdorf
(© SK 22)

Die größte Herausforderung besteht nach den Worten des sächsischen Regierungschefs darin, mit künftig deutlich weniger Einwohnern – im Jahr 2020 werden ca. 800.000 Erwerbstätige fehlen – die wirtschaftliche Dynamik im Freistaat zu erhalten. Die Lösung sieht Milbradt in einem Mix von Strategien. Dazu zählt die Gewinnung von Fachkräften aus dem In- und Ausland, weshalb auch gezielt auf Auspendler zugegangen werden soll, die ihre Heimat auf der Suche nach Arbeit verlassen mussten. Weiter gilt es, die Potenziale älterer Menschen zu nutzen, die bislang noch viel zu oft brachliegen. Und Familie und Beruf müssen vereinbar sein. Wenn Frauen aufgrund fehlender Betreuungsangebote zu Hause bleiben müssten, sei der Fachkräftemangel nicht zu bewältigen. Dem stimmte auch Bürgermeister Wittig aus Marienberg in seinem Redebeitrag zu.

Thomas Wittig, Bürgermeister von Marienberg

Thomas Wittig, Bürgermeister von Marienberg
(© SK 22)

Ministerpräsident Milbradt betonte das große Potenzial der Region. »Die Wirtschaft wächst, und zwar nicht nur in Chemnitz. Vielerorts entstehen neue Arbeitsplätze, der Ausbau der Infrastruktur ist in den vergangenen Jahren weit vorangekommen. Die Lage ist besser als die Stimmung.«