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Raumentwicklung und Verkehr

Sachsen hat sich frühzeitig auf mögliche Auswirkungen des demografischen Wandels in den Regionen eingestellt. An Hand von fachübergreifend erstellten Konzepten richten sich Städte genauso wie ländlich geprägte Regionen weitsichtig auf sich ändernde Bedarfe ein. Die Sächsische Staatsregierung unterstützt gezielt Maßnahmen der Stadtentwicklung und der ländlichen Entwicklung, um die Lebensqualität in den Städten und Dörfern weiter zu stärken. Sachsen hat als erstes Bundesland zwei landeseigene Modellvorhaben zum demografischen Wandel begleitet, auf deren Grundlage nun notwendige Anpassungen begleitet werden können.

Initiativen und Strategien

Publikation LEP 2013

Landesentwicklungsplan 2013

Seit 31. August 2013 ist der Landesentwicklungsplan (LEP) 2013 in Kraft. Er enthält Grundsätze und Ziele zur räumlichen Ordnung und Entwicklung und stellt unter Einbeziehung der raumbedeutsamen Fachplanungen eine flexible, zukunftsfähige und auf langfristige Planungssicherheit gerichtete raumordnerische Gesamtkonzeption für das Land dar. Die Daseinsvorsorge wird auch künftig gewährleistet, indem zum Beispiel soziale oder Bildungseinrichtungen in Abstimmung mit den unterschiedlichsten Fachplanungen in ihrer Struktur und räumlichen Verteilung an die Bevölkerungsentwicklung angepasst werden. Veränderte Rahmenbedingungen, die sich u. a. aus dem demografischen Wandel ergeben, erforderten die Fortschreibung des seit 2003 verbindlichen Landesentwicklungsplanes. Der Verabschiedung des LEP 2013 ging ein umfangreiches Beteiligungsverfahren mit einer erstmaligen Einbeziehung der Öffentlichkeit mittels eines Online-Verfahrens voraus. Der LEP ist auf einen Zeitraum von rund zehn Jahren ausgerichtet.

Banner_Portal Ländlicher Raum

Demografiegerechter Dorfumbau

Mit der demografischen Entwicklung sinken die Einwohnerzahlen im ländlichen Raum und das Durchschnittsalter steigt. Zunehmend wird es notwendig, Siedlungs- und Infrastrukturen an diese Entwicklung anzupassen und dem Leerstand von Gebäuden zu begegnen. Demografiegerechter Dorfumbau ist ein Ansatz zur Gestaltung dieser Entwicklung. Im Juni 2014 wurde dazu ein Informationsangebot des Landesamtes für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie im Internet freigeschaltet. Es beinhaltet Strategien, Instrumente und Beispiele, wie ein demografiegerechter Dorfumbau in den LEADER-Entwicklungsstrategien verankert und mit Erfolg gestaltet werden kann. Das Angebot richtet sich an die Akteure, die lokal in ländlichen Gemeinden oder regional auf der Ebene der LEADER-Gebiete tätig sind.

Logo zum Projekt QUALIST

Projekt QUALIST – Mehr Lebensqualität in Kleinstädten

Das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr leitet das Projekt »Improving Quality of Life in Small Towns – QUALIST«. Elf Partner aus Deutschland, Tschechien und Österreich arbeiten gemeinsam an Lösungen und Konzepten für mehr Lebensqualität in Kleinstädten.

Logo des HausHalten e.V.

Das Modell »Wächterhäuser«

Ausgehend von Leipzig setzt sich der Verein HausHalten e.V. für den Erhalt leerstehender Häuser ein, indem diese engagierten und kreativen Nutzern zur Verfügung gestellt werden.

Wettbewerbe

Teaserbild Ab in die Mitte

Ab in die Mitte

Der jährlich stattfindende Wettbewerb hat das Ziel, mehr Leben und damit auch mehr Besucher in die Städte und Gemeinden zu bringen.

Teaserbild Unser Dorf hat Zukunft

Unser Dorf hat Zukunft

Ziel des Wettbewerbs »Unser Dorf hat Zukunft« ist es, die vielfältigen Entwicklungsinitiativen in den sächsischen Dörfern zu präsentieren und zu würdigen. Damit sollen Wege zur Verbesserung der Zukunftsperspektiven und der Lebensqualität in den Dörfern aufgezeigt und Anreize für die weitere Entwicklung des ländlichen Raumes gegeben werden.

Region schafft Zukunft

Modellvorhaben des Bundes

Sachsen hat mit zwei Referenzregionen im Teilnahmewettbewerb für das Modellvorhaben »Region schafft Zukunft« des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung überzeugt.

Modellprojekte

Das Sächsische Staatsministerium des Innern begleitete 2004 bis 2006 zwei vom Freistaat Sachsen initiierte Modellvorhaben, in denen besonders von Alterung und Schrumpfung betroffene Regionen Lösungen im Umgang mit dem demografischen Wandel entwickelt haben.

Teaserbild Modellregion Westerzgebirge

Modellregion Westerzgebirge

Das Projekt setzte sich u. a. damit auseinander, wie Einrichtungen des öffentlichen Lebens trotz geringerer kommunaler Finanzmittel und sich verändernder Nachfragestrukturen aufrechterhalten werden können.

    Teaserbild Modellregion Oberlausitz-Niederschlesien

    Modellregion Oberlausitz-Niederschlesien

    Möglichkeiten der gemeindeübergreifenden Zusammenarbeit bildeten einen Schwerpunkt dieses Modellprojektes. Die Sächsische Staatskanzlei hatte zu einer Bilanzkonferenz am 2. Juli 2014 nach Bautzen eingeladen, um über die Ergebnisse und den Prozess mit den regionalen Akteuren zu diskutieren.