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Forum der Europäischen Kommission zur demografischen Zukunft am 30./31. Oktober 2006

In Brüssel fand am 30./31. Oktober 2006 unter dem Titel »Die demographische Zukunft Europas – Von der Herausforderung zur Chance« das erste Forum der Europäischen Kommission zur demographischen Zukunft Europas statt. Bei dieser Veranstaltung wurde die 'Joint declaration of European Regions - Facing demographic change as a regional challenge' als gemeinsames Positionspapier eines Netzwerks europäischer Regionen durch den sächsischen Ministerpräsidenten Milbradt an EU-Kommissar Vladimír Špidla übergeben. Mit dem Papier soll die europäische Debatte über die Bewältigung des demografischen Wandels auf die bislang vernachlässigten regionalen Auswirkungen und Erfordernisse gelenkt werden. Denn der demografische Wandel ist zwar ein europaweites Phänomen, das jedoch regional höchst unterschiedliche Auswirkungen haben wird.

Übergabe des Positionspapiers durch Ministerpräsident Milbradt an Kommissar Špidla. Im Hintergund die finnische Ministerin für Soziales und Gesundheit Haatainen

Übergabe des Positionspapiers durch Ministerpräsident Milbradt an Kommissar Špidla. Im Hintergund die finnische Ministerin für Soziales und Gesundheit Haatainen
(© SK)

Zu den Unterzeichnern der Erklärung gehören die Länder Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Sachsen, die polnischen Regionen Niederschlesien, Schlesien und Westpommern, die tschechischen Regionen Zentralböhmen und Liberec sowie die britische Region Nord-West England. Diese europäischen Regionen wollen den Herausforderungen des demografischen Wandels aktiv begegnen. Sie fordern dazu ein flexibles und zielgenaues Instrumentarium auf EU-Ebene und zeigen regionale Handlungsansätze auf. Eine Hauptforderung ist dabei, Mittel aus den EU-Strukturfonds auch für die nötigen Anpassungs- und Umbauprozesse in vom demografischen Wandel betroffenen Regionen einsetzbar zu machen. Das setzt eine Abkehr vom Wachstumsparadigma etwa im Bereich der Infrastruktur voraus.