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2. Regionales Dialogforum in Markneukirchen

Staatsminister Dr. Johannes Beermann im Podium mit dem Landrat Dr. Tassilo Lenk, der Bürgermeisterin Kerstin Schöniger, der Mitarbeiterin des Bürgervereins in Erlbach, Kerstin Echtner, sowie dem Moderator Udo Lindner Icon vorheriges Bild Icon nächstes Bild Icon Bild vergrößern


(© SK)

Staatsminister Dr. Johannes Beermann im Podium mit dem Landrat Dr. Tassilo Lenk, der Bürgermeisterin Kerstin Schöniger, der Mitarbeiterin des Bürgervereins in Erlbach, Kerstin Echtner, sowie dem Moderator Udo Lindner Staatsminister Dr. Johannes Beermann bei seiner Rede Bürgermeisterin Kerstin Schöniger mit dem Moderator Udo Lindner Landrat Dr. Tassilo Lenk im Gespräch mit Staatsminister Dr. Johannes Beermann und Moderator Udo Lindner Diskussionsbeiträge Am Informationsstand

»Veränderungsprozesse lassen sich nicht von oben verordnen. Nur wenn die Bürger beteiligt sind, wird sich der Erfolg einstellen«, so Johannes Beermann, Staatsminister und Chef der Sächsischen Staatskanzlei anlässlich des zweiten regionalen Demografieforums in Markneukirchen. Nach der Auftaktveranstaltung in Görlitz fand am 31. Juli 2012 das zweite Forum im Vogtland in der Musikhalle in Markneukirchen statt.

Der Bürgerbus der benachbarten Gemeinde Erlbach stand als praktisches Beispiel für regionale Demografieprojekte »zum Anfassen« vor der Tür. Die ca. 130 Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten sich auf ihrem Weg in die Halle davon überzeugen, dass das »Netzwerk der Generationen« in Erlbach mit Leben erfüllt wird.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Moderator Udo Lindner zeigte der Landrat des Vogtlandkreises, Dr. Tassilo Lenk in seinem engagierten Kurzreferat auf, welche Themen aus seiner Sicht für das Vogtland die entscheidenden Zukunftsakzente im demografischen Wandel setzen könnten. Bildungsqualität und Wirtschaftsstärke stehen oben an. Einen wesentlichen Beitrag dazu liefert die flächendeckende Breitbandversorgung. Das Vogtland ist hier Vorreiter in Deutschland.

Die neugewählte Bürgermeisterin von Rodewisch, Kerstin Schöniger, wählte das Bild von den blühenden Landschaften, um zu beschreiben, dass überlegte Konzepte zur Bewältigung der täglichen demografischen Herausforderungen vor Ort unabdingbar sind. Säen, pflegen, ernten, aber auch das Beschneiden von Infrastrukturen sind die notwendigen Prozesse, um aus Kommunen wie Rodewisch echte »Wohlfühloasen« für alle Generationen zu machen.

Auch Staatsminister Dr. Beermann betonte, wie wichtig es ist, weitsichtige Strategien zu entwickeln und deren Praxistauglichkeit mit konkreten Projekten vor Ort zu erproben. Der Bürgerbus Erlbach ist so ein gelungenes Beispiel.

Erlbacher Bürgerbus

(© Dr. Uwe Winkler)

Kerstin Echtner, die aus Erlbach gekommen war, überzeugte die Zuhörer mit ihrem Statement sofort: »Mobilität ist das Wichtigste im ländlichen Raum. Ob es nun die Senioren sind, denen ich die Arztbesuche erleichtern kann oder die Schulkinder, die früher zu Hause sind – mit unserem Bürgerbus bieten wir Unabhängigkeit und Flexibilität, persönlich und zuverlässig. Es tut mir gut, wenn mir die Leute nach dem Urlaub sagen: Wir haben Sie vermisst.«

Nach den Vorträgen und der Podiumsrunde gab Moderator Udo Lindner den Zuhörerinnen und Zuhörern Gelegenheit zur Diskussion. Durch die Beiträge zog sich die besondere geografische Lage des Vogtlandes wie ein roter Faden. »Wir sind in der Mitte Europas. Bayern, Thüringen, aber auch Tschechien sind unsere Nachbarn. Darin liegt eine große Chance für die Zukunft, z. B. im Tourismusbereich oder beim ÖPNV«, so Landrat Dr. Lenk.

Auch nach der offiziellen Veranstaltung gab es Gelegenheit, mit den Podiumsteilnehmern und anderen Gästen ins Gespräch zu kommen.