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Arztassistent

Steckbrief

Projektlaufzeit

September 2012 bis Februar 2013

Projektziel

  • Bildung stärken
  • Strukturen umbauen
  • Daseinsvorsorge sichern

Projektart

  • Strategien, Szenarien, Konzepte

Gebietsbezug

  • regional

Projektbeschreibung

Die Alterung der Gesellschaft geht mit einem wachsenden und veränderten Bedarf an medizinischen Leistungen einher. Chronische Erkrankungen, Multimorbidität, körperliche Behinderungen, kognitive und sensorische Einschränkungen nehmen mit zunehmendem Alter an Häufigkeit zu. Dazu kommen langfristige Probleme der begrenzten finanziellen Ressourcen der gesetzlichen Krankenversicherung sowie ein Mangel an Ärzten, der in ländlichen und wenig besiedelten Regionen ausgeprägter ist als in Städten. Neben in Sachsen bereits erfolgreich praktizierten Ansätzen (z.B. Anreizsysteme für Ärzte) gilt es nicht zuletzt, in anderen Ländern bereits erfolgreich implementierte Modelle auf ihre Eignung im konkreten Kontext zu überprüfen, so den des Arztassistenten (Physician Assistant), der, adaptiert an die Strukturen der gesundheitlichen Versorgung und prioritäre Bedarfe, bereits positiven Anklang gefunden hat. Der Physician Assistant etabliert kein zusätzliches Berufsbild, das zur Ausübung der Heilkunde berechtigt wäre, vielmehr geht es um die Delegation ärztlicher Leistungen, die bei entsprechend fundierter Ausbildung lege artis ausgeführt werden können und den Arzt quantitativ entlasten. Im Rahmen des Projekts soll dabei u.a. der tatsächliche und der zukünftige Bedarf an ärztlich delegierbaren Gesundheitsdienstleistungen im Vogtland vor dem Hintergrund der nichtärztlichen Versorgungsstruktur ermittelt und mit Erfahrungen der Dualen Hochschule Baden-Württemberg abgeglichen sowie die Übertragbarkeit auf Hochschulen im Freistaat Sachsen überprüft werden. Falls sich ein tatsächlicher Bedarf abzeichnet, soll untersucht werden, ob bzw. wie dieser Ansatz kompatibel zu vorhandenen Strukturen gestaltet werden kann und ob hinreichend Praxispartner zur Verfügung stehen würden.

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Kontakt

Projektträger

DIG - Deutsches Institut für Gesundheitsforschung gGmbH, Prof. Dr. Resch

© Sächsische Staatskanzlei