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Abschlussworkshop »Mitteldeutsches Städtenetz«

Am 17. und 18. September 2015 fand in Klaffenbach bei Chemnitz der Abschlussworkshop des Projektes »Innovationspartnerschaft: Städtenetzwerk Demografie« der Mitteldeutschen Demografieinitiative statt. Teilgenommen haben Vertreter der drei Städtenetze aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Ziel des Workshops war es, über neue Herausforderungen und Lösungsansätze zu diskutieren und ein Resümee aus der gemeinsamen Projektarbeit zu ziehen.

Vortrag zur Demografiestrategie Sachsens von Frau Zettwitz Icon vorheriges Bild Icon nächstes Bild Icon Bild vergrößern

Vortrag zur Demografiestrategie Sachsens von Frau Zettwitz
(© Sächsische Staatskanzlei)

Vortrag zur Demografiestrategie Sachsens von Frau Zettwitz

Zu Beginn stellten die drei Ländervertreter die jeweilige Herangehensweise und die Demografiestrategie vor. Dabei wurde deutlich, dass jedes Land durchaus unterschiedlich mit dem Thema Demografie umgeht. Die Details sind in den eingestellten Vorträgen nachlesbar.

Bereits aus diesen Vorträgen konnten die Teilnehmer Ideen für die weitere Arbeit im eigenen Land bzw. Städtenetz ableiten. So treffen sich in Thüringen regelmäßig die Demografiebeauftragten der Kommunen, unabhängig davon auf welcher Ebene das Thema jeweils bearbeitet wird. Sachsen-Anhalt berichtete zudem von einer Fachallianz, die aus Vertretern der Verwaltung und Experten aus der Wissenschaft besteht, um die wissenschaftliche Begleitung des Themas abzusichern.

Impulsreferat durch Prof. Dr. Ragnitz, ifo-Institut Dresden Icon vorheriges Bild Icon nächstes Bild Icon Bild vergrößern

Impulsreferat durch Prof. Dr. Ragnitz, ifo-Institut Dresden
(© Sächsische Staatskanzlei)

Impulsreferat durch Prof. Dr. Ragnitz, ifo-Institut Dresden

Prof. Dr. Ragnitz (ifo-Institut Dresden) schilderte in seinem sich anschließenden Vortrag seine Sichtweise auf die Strategien zur Bewältigung der Folgen des demografischen Wandels. Er formulierte u. a. drei Thesen, die als Denkanstöße und Grundlage für die anschließende Diskussion dienten:

  • Konzentriert sich die Demografiepolitik einerseits zu sehr auf den ländlichen Raum und vernachlässigt andererseits die Mittelzentren?
  • Sollte man auf Modellprojekte verzichten und dafür das Thema strategisch und flächendeckender bearbeiten?
  • Führt die Vielzahl von Modellprojekten in Deutschland dazu, dass eine schlüssige fachübergreifende Strategie auf Bundes-, Landes- oder Kommunalebene nicht notwendig erscheint?

Am zweiten Tag stellten Teilnehmer des Workshops u. a. die Arbeit in den Städtenetzen vor. In der Modellregion Oberlausitz-Niederschlesien versteht sich das Städtenetzprojekt als ein strategisches Netzwerk. Als aktuelles Vorhaben wurde ein Projekt genannt, das zum Ziel hat, ein positives Regionalimage für die Lausitz, bezogen auf einen attraktiven Arbeitsmarkt, herauszustellen. Sachsen-Anhalt berichtete davon, dass gut funktionierende Strukturen im Netzwerk „Wir für Mansfeld-Südharz“ entstanden sind, die auch nach dem Ende des Projektes genutzt werden sollen. Geplant ist beispielsweise ein Fachtag zum Thema Fachkräftegewinnung vor dem Hintergrund der Zuwanderung. Zu diesem haben sich bereits circa 90 Personen angemeldet. Im Thüringer Vortrag wurden die Arbeit und aktuelle Projekte des chancenorientierten Demografie-Managements am Saalebogen in den Jahren 2012 – 2015 vorgestellt. Dieses bündelt circa 80 Akteure und 200 Mitglieder und setzt viele einzelne Projekte wie zum Beispiel die Werkstatt »Lust auf Zukunft?!« um.

Im Ergebnis des Workshops ist festzustellen, dass die im Netzwerk verbundenen Städte trotz der unterschiedlichen Strukturierung, Größe und Lage sowie Herangehensweise die Möglichkeit hatten, neue Lösungsansätze kennenzulernen. Arbeitsweisen, die in einem anderen Städtenetz bereits erfolgreich praktiziert werden, können auf das eigene Städtenetz oder die Arbeit im Land übertragen werden.

Herr Dr. Kendschek moderiert die Fragerunde zum Vortrag von Frau Hörold vom Kernteam Mansfeld-Südharz Icon vorheriges Bild Icon nächstes Bild Icon Bild vergrößern

Herr Dr. Kendschek moderiert die Fragerunde zum Vortrag von Frau Hörold vom Kernteam Mansfeld-Südharz
(© Sächsische Staatskanzlei)

Herr Dr. Kendschek moderiert die Fragerunde zum Vortrag von Frau Hörold vom Kernteam Mansfeld-Südharz

Beispiele

  • Gründung von Fachallianzen mit Vertretern aus Kommunen, Unternehmen, Banken, Wissenschaft
  • Treffen der Demografiebeauftragten der Kommunen
  • Stärkung der Mittelzentren
  • Weiterbildungen der Demografiebeauftragten in den Kommunen und bei Projektträgern in Richtung Netzwerkarbeit/ Prozessmanagement/ Beteiligungsformate
  • Weiterbildungen für Projektträger zum Fundraiser, um neue Finanzierungsquellen über Spenden oder Unternehmen nutzen zu können
  • Erfahrungen beim vernetzten Projektmanagement
  • neue Formen der Bürgerbeteiligung und des Engagements in den Städten und Gemeinden

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