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Aktuelle Meldungen zum demografischen Wandel

27.08.2018: Sachsen fördert auch 2019 Demografie-Projekte – Antragsfrist bis 30. September 2018

Anträge für die Förderung von Projekten ab 2019 aus dem Landesprogramm Demografie können noch bis zum 30. September 2018 bei der Sächsischen Aufbaubank eingereicht werden. Durch lokales Handeln kann dem demografischen Wandel und dessen Folgen am besten begegnet werden. »Der Freistaat Sachsen unterstützt damit gezielt Initiativen, die mit Engagement und spannenden Ansätzen daran mitwirken, den Wandel erfolgreich zu gestalten. Es geht um ein gutes Miteinander und ein attraktives regionales Umfeld. Die zahlreichen von der Staatskanzlei geförderten Projekte zeigen, welche Chance im demografischen Wandel liegen kann.« – so Oliver Schenk, für das Thema zuständiger Staatskanzleichef. Der Freistaat Sachsen hat mittels der »Förderrichtlinie Demografie« im letzten Jahr mit insgesamt 1,14 Millionen Euro u. a. Kommunen, Vereine und Verbände unterstützt. Seit Inkrafttreten des Landesprogramms im Jahr 2007 hat Sachsen entsprechende Projekte mit über acht Millionen Euro gefördert. Bereits geförderte gute Beispiele zeigt die Projektplattform zum demografischen Wandel.

15.08.2018: Staatsregierung stellt neue Strategie »Vielfalt leben – Zukunft sichern« vor

Die Sächsische Staatsregierung stellte am 15. August 2018 bei einer Veranstaltung in Limbach-Oberfrohna ihre neue Strategie für den ländlichen Raum mit dem Titel »Vielfalt leben – Zukunft sichern« vor. Diese bildet die Grundlage der Staatsregierung für die positive Weiterentwicklung der sächsischen Regionen und gleichwertige Lebensverhältnisse auf dem Land und in der Stadt. An der gemeinsamen Strategie haben alle Ressorts mitgewirkt. Die Strategie knüpft an die Leitlinien zur Entwicklung des ländlichen Raums aus dem Jahr 2012 an. Neue Themen, Akzente und Maßnahmen wurden aufgenommen. Die Strategie ist kein abgeschlossener Diskussionsprozess. Die Gestaltung der Zukunft des ländlichen Raumes braucht die Menschen vor Ort. Die Vertreter der Sächsischen Staatsregierung haben die Bürgerinnen und Bürger und alle Akteure im ländlichen Raum daher aufgerufen, die Umsetzung mit ihren Ideen, Innovationen und Initiativen zu unterstützen.

31.01.2017: Projekt »Smart Integration« gestartet

Das Sächsische Staatsministerium des Innern (SMI) und das Marschallamt der Woiwodschaft Niederschlesien setzen ihre erfolgreiche Zusammenarbeit auf dem Gebiet Raumplanung und Regionalentwicklung auch im Rahmen des Kooperationsprogramms INTERREG Polen – Sachsen 2014 - 2020 fort. Ein wichtiges Thema im Projekt sind die demografischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen im Grenzraum. Angesichts der zu erwartenden demografischen Herausforderungen werden in einem Arbeitspaket mehrere grenzüberschreitende Experten-Workshops durchgeführt und Expertisen zur Übertragbarkeit bewährter Ansätze angefertigt. Das Fördergebiet beiderseits der Grenze ist von negativen demografischen Entwicklungen, insbesondere der Abwanderung junger Menschen und Überalterung, besonders betroffen. Das SMI ist Lead-Partner des auf drei Jahre angelegten Projekts.

01.12.2016: »Lausitzer Sterne« sind Neulandgewinner

Das Soziale Netzwerk Lausitz ist Neulandgewinner des Landes Sachsen. Am 1. Dezember 2016 fand in der Berliner Repräsentanz der Robert Bosch Stiftung die Auszeichnungsveranstaltung statt. Zum ersten Mal durfte das Land Sachsen im Programm Neulandgewinner der Robert Bosch Stiftung selbst einen Raumpionier bestimmen, der mit unkonventionellen Ideen die Lebensqualität im Umfeld verbessert. Die Sächsische Staatskanzlei nominierte die neue Idee des Sozialen Netzwerk Lausitz, in der Region Weißwasser ab 2017 die »Lausitzer Sterne« vom Himmel zu holen. Das Ziel der Sterne-Idee: Den Zusammenhalt, das Engagement und damit die Verbundenheit mit der Region Weißwasser fördern. Unternehmer und Vereine formulieren gemeinwesenorientierte Sternewünsche, die von engagierten Freiwilligen umgesetzt werden können. Als Anerkennung bekommen die Helfer einen »Lausitzer Stern« verliehen. Die Sterne können gesammelt später im Rahmen von Sterne-Auktionen gegen Sach- und Dienstleistungen (»Sternschnuppen«) der beteiligten Vereine und Unternehmen eingelöst werden. So eine »Sternschnuppe« kann sein: Ein Verein stellt einen Raum für die Familienfeier zur Verfügung. Die »Lausitzer Sterne« werden ermöglicht von der Sächsischen Staatskanzlei im Rahmen des Landesprogramms Demografie. Von der Robert Bosch Stiftung gibt es eine ideelle Förderung (Mentoring, Vernetzung u. a.).

Nov. 2016: Die Hochschule Zittau/Görlitz forscht in einem neuen Institut zu Gesundheit, Altern und Technik (GAT)

»Jeder will alt werden, aber niemand will alt sein.«

Diese gängige Formulierung bringt es auf den Punkt: Die durchschnittliche Lebenserwartung steigt, aber mit dem Altern sind deutliche Veränderungen verbunden. Dabei geht es nicht immer nur negativ um einen Verlust von Beweglichkeit, Aufnahmefähigkeit oder Gesundheit. Positiv werden zum Beispiel ein Gewinn von Erfahrung und Reifung sowie Gelassenheit vermerkt, der nicht nur in Familien, sondern auch gesellschaftlich wohltuend und unterstützend wirkt. Damit Menschen im Alter noch lange ein aktives und selbstbestimmtes Leben ermöglicht wird, kann viel getan werden. So können technische Assistenzsysteme Erreichbarkeit und Sicherheit nicht nur im Notfall gewährleisten, sondern auch weitergehende Hilfen im Haushalt bieten, die Mobilität und Teilhabe am sozialen Leben erhalten.

Die Arbeit des GAT ist wegweisend, nicht nur weil sie alle Betroffenen, also ältere Menschen, ihre Angehörigen und das pflegerisch-medizinische Personal anspricht, sondern auch die Erkenntnisse aus verschiedensten Disziplinen wie Sozial-, Pflege- Wirtschaftswissenschaften, Technik oder Informatik zusammenführt sowie Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft einbezieht.

10.08.2016: Gutachten zum Versorgungs- und Arztbedarf in Sachsen bis 2030

Im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz hat das Zentralinstitut für die Kassenärztliche Versorgung in Deutschland (Zi) ein Gutachten zur Entwicklung des Versorgungs- und Arztbedarfs in Sachsen bis zum Jahr 2030 erstellt.

19.04.2016: Neue Bevölkerungsvorausberechnung für Sachsen bis 2030

Am 19. April 2016 hat das Statistische Landesamt seine neue Bevölkerungsvorausberechnung veröffentlicht. Die 6. Regionalisierte Bevölkerungsvorausberechnung (6. RBV) für den Freistaat Sachsen stellt die voraussichtliche Bevölkerungsentwicklung bis 2030 in zwei Varianten dar. Nach den aktuellen Ergebnissen werden der Bevölkerungsrückgang und die damit verbundene Alterung der Bevölkerung weiter anhalten, aber langsamer verlaufen als bisher erwartet.

Am Jahresende 2014 lebten knapp 4,1 Millionen Einwohner in Sachsen. Im Jahr 2030 wird der Freistaat Sachsen voraussichtlich zwischen knapp 3,9 und 4,0 Millionen Einwohner haben. Das bedeutet, 2030 leben voraussichtlich zwischen 58 000 und 204 000 bzw. 1,4 bis 5,0 Prozent weniger Menschen im Freistaat Sachsen. Die Altersgruppen der unter 20-Jährigen und der 65-Jährigen und Älteren wachsen innerhalb des Vorausberechnungszeitraumes. Während es bis 2030 voraussichtlich rund 22 000 bis 66 000 unter 20-Jährige mehr geben wird, wird die Altersgruppe der 65-Jährigen und Älteren um etwa 166 000 bis 176 000 Personen zunehmen. Die Bevölkerung im Erwerbsalter verringert sich bis 2030 voraussichtlich um 300 000 bis 392 000 Personen. Diese unterschiedliche Entwicklung der Altersgruppen führt zu einer weiteren Verschiebung der Anteile der Altersgruppen an der Gesamtbevölkerung. Auf regionaler Ebene setzt sich dieser Trend in differenzierter Weise fort.

Diese und weitere Daten zur 6. RBV sind im Internet unter dem Statistikportal des Freistaates Sachsen zu finden. Darüber hinaus bietet das Statistische Landesamt auf Anfrage Ad-hoc-Auswertungen an (prognose@statistik.sachsen.de). Dazu zählen insbesondere Auswertungen nach nutzerspezifisch definierten Regionen.

05.02.2016: Die Sächsische Staatskanzlei tritt Demografienetzwerk bei

Die Sächsische Staatskanzlei wird für den Freistaat Sachsen Mitglied im »Demographie Netzwerk ddn«. In diesem Netzwerk sind ca. 400 Unternehmen, Verbände und öffentliche Institutionen engagiert. Das Demographie Netzwerk ist ein deutschlandweiter Verein, der sich zum Ziel gesetzt hat, v. a. die Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit älter werdender Beschäftigter zu verbessern. Im Mittelpunkt stehen Themen wie Gesundheit, Arbeitsorganisation, Qualifizierung und Weiterbildung. Das regionale ddn-Netzwerk Sachsen wird von Professor Jürgen Wegge von der Technischen Universität Dresden geleitet.

»Angesichts der großen Herausforderungen unserer Zeit wird es immer wichtiger, Praxis und Expertise in geeigneten Foren zusammenzubringen. Der Freistaat Sachsen wird durch seine langjährige Erfahrung mit Themen der demografischen Entwicklung sicher einen wertvollen Beitrag in dem Netzwerk leisten können.« so Demografieminister und Chef der Staatskanzlei, Dr. Fritz Jaeckel.

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